Prolog
Aller Anfang ist schwer, denke ich jedes mal, wenn wir umziehen. Leider passiert das zu oft, gefühlt jeden zweiten Tag. Meine Mama Katrin Ivanof ist Häuserverwalterin oder so. Auf jeden Fall müssen wir ständig umziehen, weil sie irgendwelche Häuser verwalten muss. Das nervt.
Kapitel 1 Alles neu
„Ja es ist perfekt für Sie, denn es hat vier Zimmer, eine Küche, ZWEI Bäder und eine Terrasse. Tenzen ist ein Wunderschöner Ort“, schwärmt Mama in unser Autotelefon. Oh man, Tenzen klingt doch schon voll langweilig. „Okay, ich komme das Haus mal besichtigen. Auf wiedersehen“, sagt eine Dame am anderen Ende und legt auf. Mama quetscht sich in die viel zu enge Parklücke. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich Vorgestern noch auf Teneriffa eingeschlafen bin. Die Wohnung ist zwar klein aber zugegeben ziemlich schön. Ein Zimmer für mich und eins für Mama. Ich stelle meine Sachen erst einmal in das Zimmer mit der Miniterrasse. Mein Bett ist schon aufgebaut. Ich fühle mich leider oft alleine, weil Mama immer weg muss und ich in höchstens in einer Woche nicht so schnell weiß, ob ich die oder denjenigen wirklich vertrauen kann. Kling klong unsere Klingel der Tür läutet. Ich mache auf und vor mir steht eine ältere Dame, die einen Hund auf dem Arm trägt: "Hallo und Willkommen in Tenzen. Ich bin Annie. Ich wollt euch neue Nachbarn nur mal hallo sagen.“ Da spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Mama lächelt: „Guten Tag, ich bin Katrin und das ist mein Sohn Samuel genannt Sami“ „Einen schönen Tag noch“, sagt Anni und verschwindet um die Ecke. Ich sehe verwundert zu ihr hoch. „Ich dachte du bist gegangen?“, sage ich noch etwas ungläubig. „Wieso?“, fragt sie und dann umhüllt sie eine Wolke aus blauem Sand.
