Warrior Cats Sonnenaufgang - Kapitel 1

Prolog:

Mondstern blickte mit Stolz über die neuen Mitglieder des Mondclans. Ihr Fell schillerte im Licht des Mondes violett. Jedes Junge würde dem Mondclan dienen. Eine der Kleinen fiel ihr besonders auf: Orangenjunges lag auf dem Rücken und versuchte, eine Fliege zu fangen. Das würde eine Kriegerin werden und ich kenne auch den Mentor. Wasserherz, dachte Mondstern und verschwand.

Kapitel 1

Wasserherz blickte mit einem Auge auf Orangenpfote. Sie war auf einem Auge blind. Doch Orangenpfote sah sie nicht an, sie beobachtete einen Vogel, der sich ein Nest baute. „Orangenpfote! Wenn du nicht aufpasst dann…“, warnte Wasserherz. Doch Orangenpfote beachtete sie nicht. Ein paar Minuten ging es so weiter, doch irgendwann sah Orangenpfote zu ihr hoch. Dann sagte sie nur: „Hallo Mentor, wann geht es denn los mit jagen und kämpfen?“ „Es wäre doch längst los gegangen, wenn du…“, doch da hörte Orangenpfote schon nicht mehr zu. Zwei Tage ging es so weiter, dann hielt es Wasserherz nicht mehr aus. Sie ging zu Mondstern und beschwerte sich über ihr Verhalten: „Ich bekomme das nicht hin! Sie achtet nicht auf mich, sie hört nicht zu und vergeudet meine Zeit!“ Mondstern miaute: „Du musst sie aber weiter trainieren. Das ist deine Pflicht als Clankriegerin.“ „Dann… dann will ich nicht mehr zum Clan gehören. Ich kann mit euch befreundet sein. Aber wenn ich sie weiter trainieren muss, dann flippe ich aus.“ Das waren Wasserherz letzte Worte, dann verschwand sie um eine Ecke. Mondstern sah ihr traurig nach. Eine ihrer besten Kriegerin war gegangen. Nun musste sie sich selbst davon überzeugen, dass es so schwer wäre, Orangenpfotes Aufmerksamkeit zu erhalten.

Wasserherz verschwand aus dem Territorium und ging am Fluss entlang. Sie liebte das Wasser. Sie fand nach einer Stunde eine Höhle, in der sie ihr Nest baute. Wasserherz jagte sich ein paar Fische, die sie dank ihrer Schwimmfähigkeiten gut fangen konnte. Die Höhle war in einem hohlen Baumstumpf. Wasserherz richtete es sich dort gemütlich ein. Ihr gefiel dieses Leben jetzt schon, doch sie dachte auch an ihre Freundin Rußpelz, die sie gern hatte. Aber es bedeutete ja nicht, dass sie sich nie wiedersehen würden. Sie hatte ja gesagt, dass sie noch mit dem Clan befreundet sein konnte. 

Derweile hatte Mondstern sich Orangenpfote vorgenommen und ging zu ihr. „Oh hallo Mondstern, wo ist meine Mentorin?“, fragte Orangenpfote unschuldig. „Gegangen. Aber wir finden jemanden anderen, der dich trainiert. Das werde erst einmal ich übernehmen“, antwortete Mondstern. Dann meinte sie: „ Lektion 1: höre deinem Mentor zu und befolge seine Anweisungen. Ansonsten wirst du keine gute Kriegerin“. Und schon wieder war Orangenpfote mit etwas anderem beschäftigt. Sie roch an Blumen. Vielleicht war Heilerin besser für sie geeignet, dachte Mondstern und ließ Rußpelz rufen, die Heilerin des Mondclans. Das erste, was sie fragte, war: „Wo ist Wasserherz?“ „Sie ist Einzelkatze geworden“, miaute Mondstern bedrückt. „Wegen ihr. Deswegen bist du hier. Du musst sie zur Heilerin ausbilden.“ Rußpelz war erschüttert, was sie da gehört hatte. Sie und Wasserherz waren doch Freundin. „Aber sie meinte, dass sie noch mit dem Clan befreundet sein kann“, tröstete sie Mondstern. Rußpelz konnte man ansehen, dass sie mit den Tränen kämpfte. Als sie in ihrem Bau war konnte, sie die Tränen nicht mehr halten. 

Warum war sie fort?

Warum hatte sie ihr nichts von ihrer Schülerin erzählt?

Das waren die Fragen, die sie so beschäftigten. Sie musste Wasserherz finden, um ihr diese Fragen zu stellen. Und was ist an Orangenpfote so schlimm gewesen, das sie gegangen war? Sie dachte sich schon, wo sich ihre Freundin aufhielt. Nun konnte sie nichts mehr davon abhalten, sie zu suchen. Nicht einmal Mondstern. So machte sie sich auf den Weg. Am Fluss entlang. 

Es wurde dunkel als Rußpelz sich auf den Weg machte. Nach einer Stunde traf sie auf den knorrigen alten Baumstumpf. Doch Wasserherz war nicht im ihrem Nest. Sie blickte sich um. Schließlich entdeckte sie Wasserherz im Fluss mit einem Fisch im Maul. Wasserherz war pitschnass und ihr Fell triefte. Sie legte die Fische ab und sah Rußpelz an. „ Warum? Was ist an Orangenpfote so schlimm, dass du gehst? Ich weiß ja, dass du einen kurzen Geduldsfaden hast", fragte Rußpelz unter Tränen. „ Ich konnte einfach nicht! Sie hört nicht auf ihre Mentorin. Ich komme dann wieder, wenn sie sich ändert und die Ehre verdient, dass ich sie trainiere“, maunzte Wasserherz und biss die Zähne zusammen. „Dann ist unsere Freundschaft jetzt zu Ende?!“fragte Rußpelz entgeistert. Wasserherz wusste es auch nicht und sagte nichts. 

Mondstern blickte sich suchend um. Wo war Rußpelz? Sie sollte doch testen, ob Orangenpfote Heilerin werde konnte. Da viel es ihr ein: Wasserherz war ja gegangen. Sie muss sie suchen gegangen sein. Sie wusste, dass sie zurückkehren würde und machte sich keine weiteren Sorge.

Wasserherz war verzweifelt. Sie wusste nicht, wie sie es ihrer Freundin klar machen sollte, das sie nicht so bald wiederkommen würde. „ Rußpelz. Ich kann jetzt nicht wiederkommen. Ich werde euch besuchen, aber nicht im Territorium leben. Ich bin eine Mondclan Kriegerin durch und durch. Trotzdem kann ich nicht zurück“, sagte Wasserherz und drehte sie zu ihr um. „Und natürlich ist unser Freundschaft immer noch da. Wir werden immer Freunde sein.“ „Nein, entweder unsere Freundschaft geht, wenn du nicht mit kommst oder sie bleibt, wenn du zurück kommst.“ Rußpelz sah sie traurig, wütend und fragend an. „Dann muss sie gehen“, sagte Wasserherz und die Tränen liefen ihr über die Wunde am Auge und zum ersten mal öffnete sie es. Das verwundete Auge sah nicht aus, wie das andere. Es war milchig blau. Rußpelz wich erschrocken zurück. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Denn sie wusste nur, dass sie als Junges angegriffen wurde. „Bevor du gehst, muss ich dir etwas erzählen“, sagte Wasserherz. „Ich wurde von einem Hund angegriffen. Er ist in das Königinnen-Lager eingedrungen und hat mich entdeckt. Mama hat gerade gegessen und ist nicht rechtzeitig gekommen. Der Hund wollte mich töten, doch er hat mich bei seinem ersten und zweiten Schlag verfehlt. Beim dritten Schlag traf er mich am Auge und Ohr. Dann wurde ich bewusstlos. Der Sternenclan gab mir eine Chance weiter zu leben. Sie gaben mir ein blindes Auge, durch das ich in meinen Träumen sehen kann. Erst war ich Heilerschülerin, doch als ich gegen Buntschweif kämpfte und diese in die Flucht geschlagen habe, durfte ich Kriegerin sein.“ Wasserherz Auge brannte in ihrem Gesicht. Die Schmerzen, die das Öffnen bereiteten, sah man ihr an.

Die Authorin - Wasserherz

Hier ein Bild von Wasserherz

Hallo ich bin Wasserherz,

schön, dass du meine Webseite gefunden hast. Hier findest du meine eigenen Geschichten. Hier habe ich einige Geschichten über Bücher geschrieben, die es schon gibt. Aber ich habe auch meine Eigenen erfunden. Wenn du Tipps oder Ideen hast, schreib mir gerne. Ich versuche, sie so gut wie möglich einzubringen. Es werden nicht jede Woche neue Kapitel erscheinen. Aber ich versuche, meine Geschichten so gut wie möglich weiter zu schreiben. Ich hoffe, es gefällt dir und hab jetzt viel Spaß beim Lesen. Wasserherz.